FAQs
1. Was machen Heilerziehungspfleger*innen?
- Als Heilerziehungspfleger*in arbeitest Du mit Menschen mit Behinderung aller Altersgruppen. Und da ist jeder Tag anders, Langeweile auf jeden Fall ein Fremdwort. Du begleitest Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag, förderst ihre Eigenständigkeit und assistierst, wenn und wo es notwendig ist. Dazu gehören zum Beispiel die Vorbereitung von Mahlzeiten, Körperpflege, Organisation von Ausflügen und anderen Freizeitaktivitäten. Aber auch Gespräche mit Angehörigen, Kontakte zu gesetzlich Vertretenden oder Arzttermine gehören zu Deinem Aufgabenbereich.
2. Welche Voraussetzungen sollte ich erfüllen?
- Ganz wichtig: Freude an der Arbeit mit Menschen, Empathie, Geduld und Belastbarkeit
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Außerdem brauchst Du:
- Den mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife) und Abschluss einer zweijährigen Berufsfachschule im Berufsfeld Sozial- und Gesundheitswesen, z. B. Kinderpflege oder Sozialassistenz, Heilerziehungspflegehilfe
oder eine nicht einschlägige dreijährige Berufsausbildung und den Nachweis über eine sechswöchige Vollzeittätigkeit im sozialen Bereich
oder eine einschlägige Berufstätigkeit von mindestens fünf Jahren - Das Abitur und den Nachweis über eine sechswöchige Vollzeittätigkeit im sozialen Bereich
oder die Fachhochschulreife mit Praktikum im Sozial- und Gesundheitswesen
- Den mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife) und Abschluss einer zweijährigen Berufsfachschule im Berufsfeld Sozial- und Gesundheitswesen, z. B. Kinderpflege oder Sozialassistenz, Heilerziehungspflegehilfe
3. Welche Ausbildungswege gibt es?
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Regelform (z.B. am Theresia-Gerhardinger-Berufskolleg):
- 2 Jahre Schule plus 1 Jahr Berufspraktikum
- Ausbildungsvergütung über elternunabhängiges Aufstiegs-BAföG (ca. 850 Euro) möglich
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Praxisintegrierte Ausbildung (PiA) (z.B. am Berufskolleg Kreis Höxter in Brakel):
- Vergütung nach TVAöD, besonderer Teil Pflege (ca. 1.100 Euro)
- Praxispartner sind u.a. Bethel, Caritas Wohnen und die Lebenshilfe, alle mit zahlreichen Standorten im Kreis Höxter.
4. Wie viel verdiene ich in der Ausbildung?
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Regelform (z.B. am Theresia-Gerhardinger-Berufskolleg):
- 2 Jahre Schule plus 1 Jahr Berufspraktikum
- In den ersten zwei Schuljahren erhältst Du während Deiner Ausbildung kein Ausbildungsgehalt. Du kannst alternativ das Aufstiegs-BAföG (ca. 850€ im Monat) beantragen, welches Du unabhängig vom Einkommen Deiner Eltern beantragen kannst. Weitere Informationen und Anträge zum Aufstiegs-BAföG findest du hier.
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Praxisintegrierte Ausbildung (PiA):
- In der praxisintegrierten Ausbildung verdienst Du vom ersten Tag an Dein eigenes Geld. Dein Ausbildungsgehalt richtet sich nach dem TVAöD, besonderer Teil Pflege. Im ersten Ausbildungsjahr erhältst Du ein Ausbildungsgehalt von ca. 1.100€. Im Verlauf der Ausbildung erhöht sich jährlich Dein Ausbildungsgehalt.
5. Wie ist meine Arbeitszeit und wie viel Urlaub bekomme ich?
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Regelausbildung (Warburg):
- Unterrichtszeit in der Schule 08.00 Uhr bis ca. 15.00 Uhr
- Schulferien des Landes NRW
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PiA-Ausbildung (Brakel):
- Arbeitszeit: 39 Stunden/Woche
- Urlaubsanspruch: 6 Wochen bzw. 30 Tage/Jahr
6. Ich möchte mich neu orientieren. Ist HEP auch als Quereinstieg möglich?
- Für die Ausbildung gibt es keine Altersbeschränkung. Infos findest Du unter Punkt 2 „Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?“.
7. Wie und wo kann ich mich bewerben?
- Alle Fragen rund um Deine Bewerbung beantworten Dir die Ansprechpartner der Schulen und Träger gerne
8. Welche Möglichkeiten habe ich nach der Ausbildung?
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Mit einer abgeschlossenen Ausbildung bist Du eine Fachkraft mit vielfältigen Möglichkeiten. Du kannst mit Menschen von 0 bis 99 Jahren arbeiten, die mehr oder weniger eingeschränkt sind – in einer inklusiven Kita, in Schule oder Werkstatt, im Wohnbereich oder in der ambulanten Betreuung. Weitere Möglichkeiten sind
- Förderschulen
- Kindertageseinrichtungen und Familienzentren
- Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
- Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstellen
- Pflegeeinrichtungen
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Außerdem kannst Du Dich jederzeit zusätzlich spezialisieren, zum Beispiel in Richtung:
- Deeskalationsmanagement
- Unterstützte Kommunikation
- Tiergestützte Therapie
- Teilhabeplanung
- Leichte Sprache
- Prävention
- Sexualbegleitung